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Saisonabschluss in Spanien mit Höhen und Tiefen

 

Mit dem fünften Langstreckenrennen in Barcelona endete für Julien Apothéloz die GT World Challenge Europe 2021. Leider brachte es nicht den gewünschten Erfolg. Dafür war sein Auftritt zwei Wochen zuvor beim Sprint Cup in Valencia ein persönliches Highlight.

So hatte sich Julien Apothéloz den Abschluss seiner ersten Saison mit GT3-Sportwagen nicht vorgestellt. Beim zehnten und letzten Lauf zur GT World Challenge Europe auf dem GP-Circuit von Barcelona schied der vom Team Allied-Racing eingesetzte Porsche 911 GT3 R in der dritten und letzten Rennstunde aus. Bis dahin lag das Trio Julien Apothéloz, Joel Sturm und Bastian Buus im guten Mittelfeld der 47 hochkarätigen Supersportwagen.

«Wir waren auf ähnlich gutem Kurs wie beim letzten gemeinsamen Langstreckenrennen aufdem Nürburgring», rapportiert der junge Zürcher. «Leider wurde Joel dann in der letzten Schikane von einem Konkurrenten am Hinterrad getroffen. Der Schaden am Auto führte zum Ausfall. Sehr schade, wenn man das letzte Rennen einer Saison auf diese Weise beenden muss.» Schon zwei Wochen zuvor war Julien Apothéloz in Spanien im Einsatz. Wie bei anderen Rennen zum Sprint Cup war der Österreicher Klaus Bachler sein Partner. 

Auf dem Circuit Ricardo Tormo von Valencia qualifizierte sich der Sieger der Young Driver Challenge 2018 aufgrund eines technischen Handicaps am Differenzial lediglich für die elfte Startreihe, nachdem die Top-5 Ergebnisse in den Trainings am Vortag für viel Zuversicht im Team gesorgt hatten. Dank eines grandiosen Starts rückte Apothéloz jedoch in der ersten Rennrunde bis auf Platz 8 vor und nutzte somit die turbulente Startphase geschickt aus.

Für einen Umlauf lag Julien nach einer zweiten frühen Safety-Car-Phase, welche vor ihm platzierte Gegner zu vorgezogenen Boxenstopps nutzten, sogar auf Position 3. Leider gingen dann bei seinem Reifenwechsel wertvolle Zeit verloren, was Teamkollege Bachler nach dem Fahrerwechsel aus den Top 10 warf. «Ohne den Problemen am Differenzial, die das Team nach dem Rennen eruierte, hätten wir in Valencia einiges erreichen können», glaubt er. «Dies bestätigen die stetigen Fortschritte, die wir seit dem Zugang eines neuen Renningenieurs Mitte Saison gemacht haben.»

Obwohl auch das zweite Sprintrennen in Valencia wegen eines leichten Startunfalls von Bachler nicht wunschgemäss verlief, gab dies Zuversicht für das Finale dieser Rennserie in Barcelona. Trotz des unerfreulichen Ausgangs zieht Julien Apothéloz danach kein negatives Fazit. «Es gab Aufs und Abs. Natürlich hatte ich mir resultatmässig mehr erhofft. Aber durch den Mix von Sprint- und Endurance-Rennen im härtesten GT3-Feld der Welt und das Fahren mit dem Porsche, der als schwierigstes GT3-Auto im Grenzbereich gilt, habe ich enorm viel gelernt und mich als Rennfahrer weiterentwickelt. Von daher hat dieses Jahr mehr gebracht, als wenn ich eine zweite GT4-Saison angehängt hätte. Meine gewonnenen Erfahrungen können wir nun hoffentlich bei den Planungen für 2022 in die Waagschale werfen.»